Samstag, 15. Dezember 2018

Eintrag 109

In diesen Tagen wird die Küche renoviert. Heute habe ich mit meinem Schwiegersohn in Spe die alten Möbel zur Müllabfuhr gefahren und danach das große Mietauto wieder abgegeben. 

Heute Nachmittag habe ich mich in die Badewanne gelegt, um mich etwas zu entspannen. Ich liebe es in der Badewanne zu liegen. Ein Wunder, das mir noch keine Schwimmflossen gewachsen sind :-) 

Ich bin gespannt, wie lange ich noch bei der Firma in Berlin-Adlershof eingesetzt bin. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich dort nur noch bis Anfang des Jahres, vielleicht bis Ende Februar, arbeiten werde. Ich erledige meine Arbeit stets mit bestem Wissen und Gewissen, aber ich bin als Leasing-Kraft für ein Unternehmen nicht gerade günstig. 

Heute in 2 Wochen kommt Leonard für einige Tage nach Berlin. Meine Schwester und ich teilen uns die Anwesenheitstage, weil ich nicht soviel Urlaub habe. Außerdem ist er gern bei meiner Schwester und fühlt sich dort ebenfalls wohl. 

Sonntag, 9. Dezember 2018

Eintrag 108

Weihnachtsvorstellungen und -erinnerungen.

Bald steht die Weihnachtszeit vor der Türe. Die meisten Geschenke sind organisiert oder bereits vorhanden. Wer mich kennt, der weiß, dass ich Weihnachten, so wie es in den meisten Familien stattfindet, nicht mag. 


Leider steht die Wertigkeit der Geschenke im Vordergrund und weniger das gemeinsame Beisammensein. Das widerspricht den weihnachtlichen Grundgedanken. Geschenke für kleine Kinder kann ich ja noch verstehen, denn es ist schön mit anzusehen, wenn Kinderaugen beim Auspacken leuchten. 


Ferner sind meine Kindheitserinnerungen an Weihnachten negativ. Mein Vater war ständig betrunken und meine Eltern haben sich ständig über Kleinigkeiten gestritten. Auch wenn meine Eltern uns Kinder die Weihnachtszeit versüßen wollten, so überwog die schlechte Stimmung aufgrund unterschiedlicher Erwartungen das Gesamtbild. 


Ginge es nach mir, so würde ich Weihnachten in großer Runde feiern.  Im Vordergrund stünde ein leckeres Abendessen und gemütliches Beisammensein. Die Geschenkerei läge mir eher im Hintergrund. Wenn man ganz ehrlich ist, dann benutzt man die allermeisten Geschenke doch eh nur einige Male, bevor sie in der Ecke liegen oder?

Samstag, 8. Dezember 2018

Eintrag 107

Das Leben meines Sohnes Leonard hat sich seit 6 Monaten erneut komplett verändert. Neben seinem neuen Zuhause und der veränderten Familienstruktur inklusive  Halb-Bruder, wurde er auch eingeschult. 

Es ist jedoch erfreulich, das mein Sohn all dies gut zu verkraften scheint. Natürlich weiß ich nicht, wie er sich wirklich fühlt, aber es wirkt so, als könne er mit den neuen Gegebenheiten gut umgehen. Am Donnerstagnachmittag nimmt er an einem Chor teil und hat musikalischen Unterricht an einem Klavier. Vor 3 Tagen hat er mir kurz aus dem Lied "Ist ein Mann in den Brunnen gefallen" die Einführungsmelodie per Keyboard vorgespielt (per Whatsapp Sprachnachricht). Ich habe mich sehr über die musikalische Vorstellung meines Sohnes gefreut. 

Leonard ist sehr aufmerksam und sehr sensibel. Er hilft gern beim Kochen oder im Garten. Mich erstaunt es immer wieder, wie gut er sich Situationen oder Dinge merken kann. Manchmal erwähnt er eine scheinbar banale Situation, die viele Monate zurück liegt. Wenn ich ihm aus einem Buch vorlese, das ihm schon seine Mutter einmal vorgelesen hat, kann er ganze Sätze nachsprechen, während ich lese. Ich finde das sehr erstaunlich. 

Ein Kind hat auch mal eine Blödel-Phase oder schlechte Laune. Ich versuche ihm in diesen Momenten keine negative Aufmerksamkeit zu schenken, sondern ignoriere seine Bemerkungen. 

Freitag, 7. Dezember 2018

Eintrag 106

67. Papazeit

(30.11.2018-02.12.2018)

Ich holte Leonard mit einem Mietauto gegen 23.00 von Zuhause ab und wir fuhren in die von mir angemietete Unterkunft. Es ist diejenige Unterkunft in Siegen-Geisweid, in der wir schon einige Male gewohnt hatten. Wir nahmen den Schlüssel an einer mit der Vermieterin verabredeten Stelle entgegen und gingen auch gleich ins Bett. Es dauerte jedoch eine Stunde, bis Leonard einschlafen konnte. 

Am Samstag wurde Leonard früh wach. Es war ihm eine große Freude mir Kaffee zu kochen. Er fragte mich gleich nach dem wach werden, ob ich einen Kaffee möchte. Mittags stiegen wir ins Auto und wollten spontan einen alten Freund von mir besuchen, der aber nicht Zuhause war. Wir fuhren dann gleich durch zum Siegener Weihnachtsmarkt, der seit einigen Jahren im "Unteren Schloss" stattfindet. Leo wollte unbedingt einen Kinderpunsch trinken, den es auch an einer großen Glühweinbude zu kaufen gab. Nach einer Stunde wollte Leonard wieder gehen, weil ihm langweilig wurde. Ein Weihnachtsmarkt ist ja kein Rummel. Abends gingen wir noch in die Sauna, die sich direkt im Mietzimmer befindet. Mein Sohn geht gern in die Sauna, auch wenn es meistens nur für ein paar Minuten ist. Wir schauten noch TV,  bevor wir einschliefen.

Auch am Sonntag hat mir Leonard einen Kaffee gekocht. Wir mussten mittags aus vermietungstrechnischen Gründen das Zimmer wechseln (1 Etage höher). Leonard und ich schauten Kinderprogramm und gingen zum Abendbrot ins Restaurant "Casablanca", welches eine Kinderspielecke hat. Am frühen Abend gab ich mein Sohn Zuhause ab. Er war mit seinen Gedanken ganz bei seinem Halb-Bruder, der am Freitag geboren wurde. Ich fuhr zum Schlafen in die Unterkunft und trat um 1.00 die Rückreise nach Berlin an.

Mittwoch, 28. November 2018

Eintrag 105

Leider kam der Bus heute 2 Minuten später, sodass mir die Straßenbahn M17 vor der Nase wegfuhr. Nach 8 Minuten stieg ich völlig verfroren in die nächste Bahn ein und setzte mich an die Heizung. 

Da auch Straßenbahnen über Kreuzungen fahren und auf Ampeln angewiesen sind, geriet mein Zug in eine leichte zeitliche Verzögerung. All das zusammen genommen ergab, dass ich 10 Minuten später als geplant im Büro ankam. Ein "zu spät kommen" gibt es in diesem Betrieb nicht, weil es eine Gleitzeitregelung gibt. Ich musste nur die vollen 8,5 Stunden anwesend sein, um keine Minus-Arbeitszeit zu erlangen

Der heutige Arbeitstag verlief verhältnismäßig unaufgeregt. Wenn ich weiß, was ich zu tun habe und mir kein ungewöhnlich starker zeitlicher Druck auferlegt wird, macht mir die Arbeit viel Spaß. Die klassische Sachbearbeitung finde ich gut. Am Freitag erwartet mich ein großer Rechnungslauf. Es werden systemisch mehrere hundert Rechnungen generiert, die nach der Erstellung entweder per Post oder per E-Mail abgesendet werden müssen. Der Versand muss zwingend am gleichen Tag erfolgen, damit die Zahlungsfristen stimmen. Das letzte Mal kam ich zeitlich etwas ins Trudeln, weil mir einige Prozesse neu sind und halt länger dauern als bei einem routinierten Mitarbeiter.

Mittags ging ich an die Pommes-Bude, welche 50 Meter entfernt vom Arbeitsort liegt. Es war aber wirklich keine Freunde in dieser Kälte das Mittagessen zu genießen. Während der nächsten Tage soll es in Berlin-Brandenburg kalt bleiben mit einem unangenehmen Wind, der die "gefühlte" Temperatur sinken lässt. 

Gleich schaue ich noch ein bisschen TV, bevor ich ins Bett gehe. Mir steht ein langes und "schlafarmes" Wochenende bevor, denn ich besuche Leonard in NRW. Er ist ein absoluter Frühaufsteher. Meistens wird er gegen 06.30 wach, sodass an "Ausschlafen" nicht zu denken ist :-)